Schmuck aus Beton

Wenn man an Schmuck denkt, denkt man an Glasperlen, Gold, Edelsteine und Silber – aber bestimmt nicht an Beton. Das wollen zwei junge Berliner Designerinnen jetzt ändern: Lily Bergner und Elisabeth Schmidt haben den robusten Baustellen-Werkstoff zu ihrem Lieblingsmaterial erkoren. Die beiden HTW-Absolventinnen gründeten das Label “bergnerschmidt” und präsentieren in ihrer Debütkollektion “Baustoff” neben puristisch gehaltener Kleidung Schmuckstücke aus Beton. Dabei orientieren sie sich an den Maximen des Bauhauses und erheben zu ihrem Gestaltungsprinzip die Aussage Mies van der Rohes, man solle bitte nicht “das Einfache mit dem Simplen” verwechseln.

Be Jealous fand diese Idee sehr clever, fragt sich aber, ob Beton so kleidsam ist und hat Elisabeth Schmidt getroffen, um sie zur aktuellen Kollektion und ihren Inspirationen zu interviewen.


BJ: Elisabeth, wie seid ihr auf die verrückte Idee gekommen, Schmuck aus Beton herzustellen?



Elisabeth Schmidt: Lily und ich haben uns schon in unserer Diplomarbeit mit Beton beschäftigt, weil wir was mit nicht textilen Materialien machen wollten. Wir wollten etwas Experimentelles schaffen, was noch nicht da war. 


BJ: Wird eure Idee angenommen, verkauft sich der Schmuck gut?



Elisabeth Schmidt: Am Hackeschen Markt verkaufen wir den Schmuck besonders gut – die Leute sind überrascht, wie leicht der Beton ist und finden die Idee witzig.



BJ: Wollte denn auch schon mal ein Mann seine Frau mit Beton-Schmuck überraschen? Als Verlobungsring wär das ja auch mal ne kreative Idee



Elisabeth Schmidt: Nee, das ist noch nicht passiert. Aber wir haben schon sehr schlichte Broschen an Männer verkauft, die sie dann am Jackett tragen. Wir könnten uns auch vorstellen, eine eigene Linie für Männer zu entwerfen.


Den Schmuck von bergnerschmidt gibt es unter anderem im Concept Stores BFN Store und bei Berliner Klamotten. Die Schmuckstücke kosten von 50 bis 160 Euro. Armreifen sind für einen Preis von ca. 60 Euro zu haben.

Weitere Infos unter: http://www.bergnerschmidt.com

bergnerschmidt

Fotos: Andreas Kermann

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